Tunnelblick

28. Juli 2016

Die Schweizer Botschaft in Berlin feiert ihre neue Gotthardröhre gut sichtbar auf dem Dach ihres Gebäudes:

Tunnel, Botschaft Berlin

Zumindest teilweise auf Schweizer Staatsgebiet liegend gibt es ja noch DEN Tunnel, in welchem es kaum Geschwindigkeitsbegrenzung, aber möglicherweise Schwarze Löcher zu bestaunen gilt, sofern keine kleinen Pelztiere den Stromfluss unterbrechen.

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Vogelnetz

26. Dezember 2012

Kunst Geneve, Arbre en lumière, Cédric Le Borgne

Le désir et la menace von Cédric Le Borgne
Arbre en lumière 2012, Genève


Icks Teilchen

3. Juli 2012

Ick sitz an‘ Tisch und esse Klops
uff eenmal klopts.
Ick kieke, staune, wundre mir,
Uff eenmal jeht se uff, die Tür!
Nanu, denk ick, ick denk nanu,
Jetz is se uff, erst war se zu.
Ick jehe raus und kieke
Und wer steht draußen? – Icke.

(Entnommen aus: Ewald Harndt, „Französisch im Berliner Jargon“, Verlag Das Neue Berlin, 1990)


Servette — Douze Points!

25. Mai 2012

Nach selbst für das Niveau von Operettenligen ziemlich peinlichen und chaotischen Saisonverlauf hat die Schweizer Super League tatsächlich vorläufig ein Ende gefunden, obwohl Sions störrischer Präsident weiter gegen alle und jeden prozessiert.

Rein rechnerisch wäre das zur Rückrunde ausgeschlossene Xamax allein mit den in der Vorrunde erzielten Punkten nicht einmal nach kaukasischer Arithmetik abgestiegen! Clever veräusserte der FC Zürich zur Saisonhälfte fast alle Leistungsträger, als der direkter Abstieg dank des Konkurses von Neuchâtels ausgeschlossen war. Der weiter abgewirtschaftete Stadtrivale Grashopper Club entging der Blamage Barrage nur wegen der 36-Punkte-Strafe gegen Sion, das jedoch gegen Aarau die Relegation vermeiden wird, um weiterhin als Schwarzes Schaf mittun zu können.

Aufsteiger Super Servette schaffte nicht nur im letzten Moment den nicht für möglich gehaltenen Lizenzerhalt, sondern sogar überraschenderweise die Qualifikation für die Qualifikation zur Europa-League!

«Alors nous pourrons continuer à écrire de nouvelles pages de la grande histoire du Servette FC, en visitant l’Albanie, la Macédoine, le Biélorussie ou même l’Azerbaïdjan.»

Was wie ESC klingt, ist granatfarbener Fan-Humor pur.

Allez Servette!


Delikat Essen XXXVII

2. Juli 2011

Dönnerwetter: Imbisspreise in Genf/Pâquis brüskieren Rappenspalter.


Retour — enfin!

31. Mai 2011

Burgener
Senderos, Geiger, Müller
Dörfel, Favre, Dobrowolski, Fatton
Anderson, Chivers, Pfister


Genfer Konvention

4. April 2011

Verglichen mit der nüchternen Sachlichkeit des Zürcher Piktogramm-Stils ist bei der Genfer Variante eine etwas verspielte Bearbeitung des gleichen Themas gut erkennbar.

Der unbedingte Mut zu mehr Phantasie offenbart sich selbst im Detail der Frisurgebung, wodurch die ohnehin expressive Darstellung zusätzlich eine punkige Note erfährt. Leider ist auch in diesem Fallbeispiel die angebotene Körperhaltung technisch unsauber, was dazu führt, dass das Ziel gerade noch am äussersten Rand getroffen zu werden vermag.

Der Akt als solcher erscheint gewalttätig, ein Gefühl der Erleichterung will sich beim Betrachter nicht einstellen.


Nations diffuses

1. Januar 2011


Delikat Essen XXIII

4. Oktober 2010

Siebenschüssiger Kaltmacher im Café Remor, Gèneve.


Ausscheidung

7. September 2010

Das Hochgebirge der Schweiz scheidet zwei über die Landesgrenzen hinweg bekannte Abwässer aus: den Rhein und die Rhône. Aus hygienischen Erwägungen werden beide gründlich gereinigt bevor sie sich ins jeweilige Nachbarland ergiessen. Der Rhein wird im Schwäbischen Meer tapfer nach Kehrwochenplan (immerhin drei Parteien!) geputzt während die Rhône ihre mitgeführten Ballaststoffe einfach im Lac Léman sinken lässt.

Vom Seeausfluss auf Genfer Stadtgebiet bis hin zur Grenze nach Frankreich benötigt die aufgeklärte Rhône bei sommerlicher Fliessgeschwindigkeit schlappe zwei Stunden. Diese Zeitspanne nutzen findige lokale Bootsbauer, um beim alljährlichen radeaux du Rhône genevois mit ihren selbstgebastelten Wasserfahrzeugen gemütlich flussabwärts zu driften. Konstruktionsbedingt havarieren einige der Prototypen schon kurz nach dem Stapellauf, weil schlichtweg das archimedische Prinzip unterschätzt wird.

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Nichtsdestotrotz wird bei diesem lustigen Treiben auf dem Wasser tüchtig gefeiert, viel getrunken und ausgeschieden — und so kommt die Rhône an einem Samstag im Jahr etwas trüber rüber.