Dachbodenfund

1. Mai 2018

Wespennest

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Lurchi lebt

14. April 2014

Feuersalamander, Lurchi, Feuermolch, Tattermandl

Lurchen in der Zwergensiedlung


Ein Platz für Tiere

21. August 2012

In Zürich ist die soziale Kontrolle für Hündler glücklicherweise derart streng, dass selbst Kleinkinder kaum in Hundekacke fallen. Jenen Zwang zur Tüte wünschte ich mir auch für die munter umher streunenden Hauskatzen im Familienbiotop. Diese Viecher koten und pissen riechbar laut und völlig ungeniert in der Vorgartenbotanik. Vermutlich gibt es bei der Pflegefamilie zwar Dosenfutter satt, hingegen kein Katzenklo mehr. Mittlerweile sind die Tiere soweit degeneriert, dass sie freilaufend ihre Hinterlassenschaften erst gar nicht mehr verscharren.

Bevor ich mich nun mit einer Loveparade-Wasserpumpgun auf die Lauer lege und hier vollends lächerlich mache, habe ich als Sofort-Massnahme im Garten einen ziemlich deutlichen Warnhinweis angebracht:

Verpiss Dich!,Verpiss-dich-Pflanze

Wirkt Wunder: lediglich einmal Katzendreck innnert zweier Wochen!
(Und der wurde postwendend in Frauchens Garten zurück geschaufelt…)

In der Siedlung kommen auf einen Hund locker zweieinhalb Katzen und unter dieser Anomalie leidet nicht nur der Hobbyschweizer, sondern auch seine neuste Freundin, die nützliche Blindschleiche. Zumindest zwei. Erstere konnte sich — nur leicht verwundet — vorläufig noch ins Gebüsch retten. Von der zweiten wurde unter Zuhilfenahme einer Sollbruchstelle in höchster Not rasch das zur Ablenkung vorgesehene Schwanzstück Blindschleiche, Schwanzstück Blindschleiche, abgestossenes Schwanzstück BlindschleicheBlindschleiche, Schwanzstück Blindschleiche, abgestossenes Schwanzstück Blindschleiche abgeworfen, welches sich zu meinem grossen Erstaunen minutenlang (!) weiter schlängelnd fortbewegte. Als die Katze im blutrünstigen Spielrausch aber dann noch etwas mehr vom verbliebenen grösseren Teilstück abbiss, hatte die nun arg verkürzte Echse verständlicherweise keine besondere Lust mehr, ihrer fortschreitenden Zerstücklung weiterhin live beizuwohnen.

Zweifelsohne schade um die hübschen Schleichen, stehen sie doch in vorderster Front im gemeinsamen Kampf gegen die Vorherrschaft der Nacktschnecken, vor allem gegen die besonders verfressene Spanische Wegschnecke. Wie zum Trost wurde nach einer der täglichen Chefvisiten neulich ein bislang noch unbekanntes Häufchen auf dem Rasen eindeutig als Igel-Losung identifiziert. Das Stacheltier hat Schnecken ebenfalls zum Fressen gern und ist gegen Hauskatzen weitgehend immun – hurra!

Und vielleicht kommt ja auch mal ein Neumann Marder zu Besuch…


Witzlos

22. Januar 2010

Übrinx von spreeblick.com angestiftet und flugs hier geklaut.

Kein Witz ist leider dieses Euronengrab, welches mittlerweile etwas Grabpflege erfuhr aber bei Erscheinen dieses Blog-Eintrages (dank Google-Cache) ungefähr so aussah:

"Buchstabebasis" - hach!

Immerhin haben sich 14 Deppenexperten gefunden, um Grabbeigaben beizulegen…


Die lustige Jagdgesellschaft

21. Oktober 2008

traf sich in einem werkstattmässigen Atelier in unmittelbarer Nähe von Bahngleisen und Zügen in einem Zürcher Industriegebiet. Der Festsaal selbst war ausgestattet mit dezent geschmückten Biertischen und die anbeigestellten Bänke besetzten um die 40 munter angeregte Gäste. Aus den Lautsprechern erquoll diverse Jagd- und Marschmusik, welche durch unregelmässigen Büchsenknall akzentuiert wurde. Denn direkt neben dem Speisesaal befand sich ein selbstgezimmerter Hochstand- bzw. sitz, von welchem aus das Schiessen auf die laufende Scheibe mit Kleinkalibergewehren ausgeübt werden konnte. An einer Wand hingen buntscheckig gemusterte Wildkatzenfelle, irgendwo stand ein ausgestopftes Murmeltier herum und das Personal an der Essensausgabe war zudem recht waidmännisch getrachtet.
Diese skurrile Atmosphäre mit leicht folkloristischer Färbung in einer eher technisch ausgerichteten Umgebung wirkte angenehm selbstironisch und bot zugleich der offensichtlich anwesenden Begeisterung für Schweizer Brauchtum im Herbst eine dezent inszenierte Bühne.
Ein gelungener lukullischer Kunschtgenuss, zumal sich das dargebotene Wild – bestehend aus Gämse und Murmeltier, während einer ganzen Woche in Geheimlake gebeizt und anschliessend deftig lecker zubereitet – mit Rotkohl, Spätzle und Maronen allerherbstlich vertrug. Den glorreichen Abschluss bildete zuckergepudeter Schokoladenkuchen.
Die Schützen auf dem Schiesstand durften sich einen Jägerkleister kippen sobald sie das Murmeli, die am schwersten zu treffende Scheibe umlegten und mir wurde staunend bewusst: der Schweizer schiesst recht zielstrebig!

So wie die Gams gerade in mir murmelt hätte ich und sie den ein oder andren Schnaps ebenfalls gut vertragen können. Wahrscheinlich hätte ich mir dann aber ins Bein geschossen.