Kraftwerk feat. Astro Alex

21. Juli 2018

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Herzlich

21. Juni 2018

 


#MeToo

23. Januar 2018

Die Liebe höret nimmer auf, Liebe, Love, Make Love,

Die Coverversion war — stark abhängig von der aktuellen Tanzpartnerin, der hormonellen Grosswetterlage sowie der Dichte des Trockeneisnebels — des Öfteren der ersehnte Stehblues, damals in der Schülerdisco…


Seifenoper

19. Januar 2018

Faust, Seifen, Jakob, Zürich

Mannmannmann. Kaputtgespielt, hergespielt, völlig überspielt. Hat mich der Wolfgang Seifen, Orgel-Papst aus Berlin-Gedächtniskirche. Den erstbesten Zug am Morgen nach dem letzten wüsten Orkan bestiegen und mit aller Spielfreude am Abend bei den Zürchern den Faust von F. W. Murnau intoniert. Wat n Kerl. Murnau auch, klar, die schwarz-weisse Tragödie von 1926 bietet sich geradezu blasphemisch an, aber Hallo, was der Seifen dazu improvisiert, ist echt irre. We are the Meisters. Er macht den mad organist, er skizziert völlig entspannt Choräle und lässt diese sogleich atonal ins Bodenlose torkeln, er paraphrasiert, er moduliert und akzentuiert gekonnt. Selten war ich von den viereinhalbtausend Pfeifen im St. Jakob so angetan, so berührt, so mitgenommen. Und zum ersten Mal stand ich multimedial assistierend voll im Zug bzw. Sog der Pfeifen, weil oben am Spieltisch bläst und zieht es tatsächlich eher kräftig. Wenn ich nun erwähne, dass der Ur-Motor der jakobinischen Orkanorgel einst mit Wasserkraft arbeitete, bläst mir Sankt Tsunami bestimmt den Marsch.

Faust, Seifen, Jakob, Zürich

Und Seifen selber? Total entspannt, alles scheint aus ihm direkt in die Maschine hinein zu fliessen, reagiert auf überschwängliches Lob nach dem Spiel abgeklärt, «naja, wenn man sonst nichts Anderes macht» (also ausser Orgelspielen). Soll ja viele geben, die nichts anderes machen, aber da war einfach ein wahrer Titan am Werke, welcher das Publikum insgesamt berauschte. Im Nachhinein betrachtet war das ganze Ding nicht mal, wie zunächst stümperhaft behauptet, Championsleague, das war schlicht und ergreifend Weltklasse.


Fireinthesky

28. Oktober 2017

Heulsuser

5. September 2017

Theodizee oder wat? 

Grautöne

23. Juli 2017


Ring my bell

9. Juli 2017

Über 100 zart behandschuhte Glockenspieler fanden sich im St. Jakob in Zürich ein, um dieser eher exotischen Musiksparte zu frönen. Das Abschlusskonzert des European Handbell Festivals brachte die ganze Vielfalt des doch eher kitschigen Glockenklangs zur Geltung.

Vom Lamento Burincano über Ländlerweisen wie das Guggisberglied und Talerschwingen bis hin zu You never walk alone wurde ein bezaubernder Klangteppich in gelegt, in den selbst diverse Rezeption-Klingeln aus der Hotellerie eingewebt wurden. Das Schweizer Duo Golden Bells aus Solothurn sorgte dabei für einen fast schon zirzensische Darbietung, wobei Glocken um der Obertöne wegen nur gestrichen wurden, eine Art Glockenbaum die Schwingungen nach Anschlag weiter trug und vierhändig ein Zäuerli gegeben wurde.

Wann eine tannigi Hose hätt
und hagebuechig Strümpf
so chaner tanze, wiener will,
es git em keini
ri-ra ri-ra ridi ridi ridi ridi ridi Rümpf,
Ri-ra, ri-ra, ridi ridi ridi ridi
Rümpf, Rümpf, Rümpf…
duuuu, dulidu, duli duli duli duli dulidu.
Duuuu, dulidu, duli duli du.
Wänn eine…


Füdliblutt

14. Mai 2017

Popogate, ESC Flitzer, ESC 2017,

Der einsame Höhepunkt der diesjährigen ESC-Ausgabe bestand darin, dass ein berühmt-berüchtigter ukrainischer Flitzer unter falscher Flagge vor der Vorjahressiegerin blank zog. Dies bietet natürlich Raum für allerlei wilde Spekulation und mutige Interpretation, die nackte Wahrheit an sich war live vor dem Millionenpublikum metaphorisch jedenfalls ungemein eindrücklich und entsprach der Veranstaltung letztlich vollauf.


L´chaim

4. Mai 2017