DSTexit

8. Juli 2018

Zeitumstellung nervt, v. a. wenn gleich zweimal im Jahr und der plumpe Verdacht der Konditionierung drängte sich geradezu auf. Ganz im Westen und Osten Europas wird die Sache hingegen weit lässiger gehandhabt.

Immerhin wird nun zumindest online europaweit mal nachgefragt:

Winter/Sommerzeit ja – nein;
falls nein, welches Schweinderl hätten S’ denn gern?

nämlich dort:

https://ec.europa.eu/eusurvey/runner/2018-summertime-arrangements

Gibt nichts zu gewinnen verlieren. Und ja, man kann/darf auch als Nicht-EU Bürger daran teilnehmen («interested in gathering the views of European citizens»). Alles andere als ein klares Nein wäre überraschend…

Advertisements

Le soleil est près de moi

20. März 2016

Le printemps enfin.

Schon wenige Tage vor Erreichen des astronomischen Frühlingpunktes leuchtet die Sonne munter herab; bereits seit dem 16. März beträgt die tägliche Dauer der in Mitteleuropa aufschlagenden Lichtquanten wieder mehr als 12 Stunden. Die erhellende Lichtenergie regt brach liegendes Potential an, was teilweise aber den körpereigenen Kräftehaushalt überfordert. Dessen Folge ist die landläufig genannte Frühjahrsmüdigkeit. Der Hormonspiegel liegt noch auf dem tiefen Winterlevel und die klimatischen Bedingungen sind längst nicht stabil genug, als dass sich der Körper schon auf Sommerbetrieb umzustellen vermag. Dieses leicht schwankende Gefühl darf man unbedingt geniessen, da es — wie alle Zustände im Interim — angenehm betörend wirkt.

Stolpergefahr


Artigsein

15. März 2016

Derweil das irdische Artensterben bisher meist mit gravierenden geologischen oder kosmischen Einflüssen in Zusammenhang stand, scheint neuerdings die Menschheit hierfür ursächlich zu sein. Die Folgen einer Reduktion von Biodiversität sind zwar noch nicht in Gänze überschaubar, immer deutlicher aber wird, dass für die stetige Bedrohung von Lebensräumen, Verdrängung, Übernutzung, Verschmutzung, Klimaänderung — alles Symptome gewaltiger Umweltzerstörung — vor allem der Mensch zuständig ist. Massloses Wachstum und Profitgier sind die gängigen Parameter, welche den dramatischen Verschleiss der Natur beschleunigen. Der Widerspruch von Kapitalismus und Paradies ist unauflösbar.

Der Grossteil des Lebens unseres Planeten tummelt sich unter Wasser, noch. Rekreativ investierte Flugmeilen zum Tauchgang sind kontraproduktiver Schnickschnack. Und nun ab zur Werbung: